private beratung¦anekdotisches¦schandfleck
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Der Verein Militärverweigerer-Beratung
Bern hat sich nach 26-jährigem Bestehen am 23. März 2009 aufgelöst.
Als sein langjähriger Sekretär habe ich mich entschieden, die Beratertätigkeit
privat weiterzubetreiben. Wer meinen Rat braucht, von der Militärpflicht
befreit zu werden, dem will ich weiterhin zur Seite stehen.
Die Homepage wird nach und nach umgestaltet werden. Zurzeit sind einige Beiträge
nicht mehr aktuell, namentlich jene zum Zivildienst. Es sei daher in Kürze
erklärt, wie die Sache jetzt läuft: Nach neuem Recht darf Zivildienst
leisten, wer die Rekrutierung (Aushebung) hinter sich hat und als militärtauglich
eingeteilt worden ist. (Eine Beurteilung nach der Zivildiensttauglichkeit gibt
es nicht.)
Er muss dazu einfach das Formular der Zivildienstbehörde ausfüllen:
http://www.zivi.admin.ch/themen/00500/00790/index.html?lang=de
Alle weiteren amtlichen Informationen dazu befinden sich auf der selben Seite,
man findet alles nach einigen Klicks. Das Formular kann ab dem militärischen
Informationstag, welcher der Rekrutierung vorangeht, schon eingereicht werden.
Die Zivildienstbehörde wartet in dem Falle allerdings erst die Rekrutierung
ab und den Entscheid zur Militärtauglichkeit, bevor sie zustimmt und den
Antragsteller willkommen heisst.
Es spielt keine Rolle, ob schon Militärtage geleistet wurden oder nicht.
Jeder Armeeangehörige kann zum Zivildienst übertreten, und sei es
vor dem letzten WK. Füllt er das Formular mindestens 3 Monate vor der RS
oder einem WK aus, so gilt er automatisch als davon dispensiert. Wer zu kurzfristig
seinen Zivildienstantrag stellt, wird zwar vom Zivildienst genommen, aber vom
letzten Militäreinsatz nicht dispensiert und muss, wenn er nicht einrückt,
mit einer Verzeigung und einer Busse rechnen, die ihm das Militär aufbrummen
wird.
Die Beiträge zur psychiatrischen Ausmusterung haben in der Sache nach wie vor Gültigkeit. Man kann sich immer noch psychiatrisch ausmustern lassen und braucht dazu einen Psychiater, der die Sache unterstützen will. Worin besteht nun die Kunst eines Gutachters?
http://www.schandfleck.ch/archiv/1999/99-02/int-leuzinger.html
Und wie funktioniert die Quotenregelung?
http://www.schandfleck.ch/archiv/2001/01-03/blau.html
Und was steht im psychologischen
Rekrutierungstest? Hier die Vorversion. Der neue Test wurde etwas modifiziert,
entspricht aber insgesamt ziemlich genau dem Geist des alten.
(Simsalabim, ich weiss die richtigen Antworten auch nicht. Aber ich habe mir
ein paar Gedanken dazu gemacht.)
http://www.schandfleck.ch/archiv/2003/juni03/psyeinleitung.html
Nun zu dem, was ich anzubieten habe: Wer trotz den Informationen, welche ihm
diese Seite liefert, noch nicht recht weiterweiss oder in einer etwas verzwickten
Lage steckt, wer ein ausführliches Gespräch mit mir wünscht und
eine vertiefte Analyse seiner Verstrickungen mit der Wehrpflicht, erreicht mich
per E-Mail:
info[at]armymuffel[punkt]ch
Ich freue mich auf ausführliche
Mails. So kann ich am besten wissen, ob und wie ich raten kann. Es gibt natürlich
noch andere Themen als die genannten, zu denen ich etwas sagen kann, etwa zum
waffenlosen Dienst und speziell auch zu Schwierigkeiten während eines Militärdienstes.
Ich habe ausserdem in meinen 18 Jahren auf der ehemaligen Beratungsstelle zahlreiche
Rekurse betreut und in manches hineinsehen können, was ich hier nicht alles
einzeln aufzählen kann. Man scheue sich nicht, mich zu fragen.
Meine Beratung ist grundsätzlich kostenpflichtig und wird in der Regel
zwischen 20 und 50 Franken kosten, je nach meinem Aufwand. Ich mache in jedem
Falle einen Kostenvoranschlag, sobald ich abschätzen kann, was es braucht.
Möglich ist sowohl eine persönliche wie eine telefonische Beratung,
aber auch eine ausführliche Beurteilung via E-Mail. In vielen Fällen
wird das persönliche Gespräch aber von Vorteil sein.
Wer in schwierigen finanziellen Verhältnissen steckt, kann mir das mitteilen
und kriegt die Beratung billiger.
Ich schaue mindestens alle zwei Tage in meine Mailpost und bin auch in dringenden
Fällen verfügbar.
Bern, 1. April 2009
Daniel Costantino
info[at]armymuffel[punkt]ch
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anekdotisches
als 1983 pjotr, erster amtierender
sekretär und mitbegründer der beratungsstelle, bei der damaligen ptt
einen telefonanschluss für das neue büro verlangte, beschied man ihn
zu seiner verblüffung erst abschlägig: alle internen linien
seien bereits ausgelastet, unmöglich, hier noch was zu machen, man müsste
400 meter weit graben, um wieder an eine freie linie zu kommen, und das würde
dann natürlich auf unsere kosten gehen. nachdenklich-verwirrt gab es pjotr
auf, hier weiterzudiskutieren und begann sich zu hintersinnen, wie sonst wir
denn an einen anschluss kämen. tage später aber ein anruf an seinen
privatanschluss: die beratungsstelle kriege nun doch eine nummer, 40 01 00.
pjotr, verunsichert, fragte nach, ob dies wirklich auch stimme - keine nummer
in bern fing mit 40 an. - doch doch, das stimme schon so. bis zu einem treffen
ehemaliger berater im sommer 99 (siehe www.schandfleck.ch
"schandfleck" nr.3/99) hat unser vereinsgründer
nicht gewusst, dass es sich bei der ganzen geschichte um ein missverständnis
handelte: die ptt meinte, wir gehörten zum damaligen emd, dem militärdepartement,
und gab uns, offenbar nach einigem seilziehen und hoffentlich grosszügiger
kostengutsprache hinter den kulissen, eine emd-interne nummer, die solange bestand
hatte, wie es die sechsstelligen nummern überhaupt gab.
pjotrs direkten nachfolgern
ging ein paar jährchen früher ein licht auf: als einer von ihnen einen
kollegen im büro erreichen wollte und sich beim wählen in einer ziffer
vergriff - am andern ende schnarrte die stimme eines militärbeamten, der
genau wissen wollte, wen er zu sprechen wünsche und sich darüber entsetzte,
dass der feind eine interne nummer besass, also seine fühler ins zentrum
des apparats vorgestreckt hatte.....
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schandfleck
entstanden als printmedium
unserer beratungsstelle, hat sich der schandfleck seit 03 selbständig gemacht.
er vertritt nach wie vor einen konsequent antimilitaristischen standpunkt und
hat die temenpalette erweitert.
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